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Goldhahn und Sampson


     Du bist auf der Suche nach einem ausdrucksstarken Wein, einer besonderen Arabica-Varietät oder möchtest einen Kochkurs besuchen? All das findest du in einem der drei Standorte des Berliner Lebensmittelgeschäfts Goldhahn und Sampson. In unserem Gespräch mit Philipp erfährst du mehr über die spannende Welt hinter der Auswahl von Spezialitätenkaffee und vielem mehr.


Viele unserer Kund:innen kennen euch vielleicht noch nicht. Deswegen stelle dich und das Goldhahn und Sampson bitte einmal etwas genauer vor.

     Wir sind ein spezialisiertes, inhabergeführtes Lebensmittelgeschäft mit inzwischen drei Filialen in Berlin (Prenzlauer Berg, Charlottenburg und seit Kurzem auch Kreuzberg), welches es sich vor 15 Jahren zur Aufgabe gemacht hat, qualitative Produkte aus aller Welt zu beschaffen und hier vor Ort zu verkaufen. Dabei bieten wir ausschließlich Dinge an, die uns begeistern und unseren hohen Ansprüchen gerecht werden. Neben einer sorgfältigen Auswahl an alltäglichen Lebensmitteln findet ihr bei uns auch Weine, Spirituosen und andere Getränke, ein umfangreiches Angebot an deutsch- u. englischsprachigen Kochbüchern und Magazinen sowie unsere beliebten und vielfältigen Kochkurse. Ich, Philipp - damals müde vom Büroalltag eines BWLers - habe vor knapp 4 Jahren als Kochkursassistent hier angefangen. Parallel absolvierte ich an der Berlin School of Coffee (BSOC) einen mehrwöchigen Barista-Kurs und entdeckte meine bis heute ungebrochene Begeisterung und Faszination für das Thema Kaffee. Inzwischen bin ich, zusammen mit meinem Kollegen Kin, für den Einkauf von Kaffee verantwortlich und organisiere die Einarbeitung und Weiterbildung neuer Kolleg*innen an der Kaffeebar.






Wie sieht für dich persönlich ein typischer Tag bei Goldhahn und Sampson aus?


     Um 7:30 Uhr schwinge ich mich auf mein Rad und düse zur Frühschicht in die Charlottenburger Filiale. Dann heißt es ab 8 Uhr: Türen auf, Tische und Stühle raus und den Kaffee-Ausschank organisieren. Da wir eigentlich hauptsächlich Einzelhändler sind, beschäftige ich mich neben dem Ausschank um ganz simple Dinge wie Kund*innen beraten, Regale aufstocken, unsere Käsetheke in Schuss halten (meine 2. Leidenschaft), aufräumen und natürlich putzen. Wenn ich nicht an der Bar anzutreffen bin (sondern mit Kamera und Laptop bewaffnet), drehe ich meine Runden als Beauftragter für unseren Social-Media-Auftritt (meine 3. Leidenschaft). Fotografieren, Recherchieren und Texten macht mir großen Spaß!


Wir kommen bei Goldhahn und Sampson alle aus so vielen unterschiedlichen Bereichen und Jobfeldern. Das, was uns jedoch alle eint, ist die Leidenschaft für ein genussvolles Leben.









Euer Anspruch ist es, qualitativ hochwertige Lebensmittel und alles, was dazu gehört, zu verkaufen. Denkst du, die Menschen legen heute wieder mehr Wert auf die Herkunft und die Qualität ihrer Lebensmittel?


     Ich denke schon, dass das Thema ‚Bewusstsein und Genuss‘ auch im Lebensmittelbereich sehr viel populärer und präsenter geworden ist über die letzten Jahre. Wir sind große Fans von kleinen, handwerklichen Betrieben, die noch (oder wieder) mit althergebrachten bzw. traditionellen Methoden ihre Produkte erzeugen. Das schlägt sich natürlich auch im Geschmack, der Vielfalt und Vermarktung nieder. Viele unserer Produkte importieren bzw. beziehen wir direkt, statt über Zwischenhändler einzukaufen. Das ist heute leider im Lebensmittelbereich alles andere als selbstverständlich. Das wissen unsere Kund*innen auch sehr zu schätzen.


Neben dem Einzelhandel bietet ihr auch Kochkurse an. Kannst du uns ein bisschen durch das Konzept dahinter führen? Wie wählt ihr eure Kursleiter*innen aus? Arbeitet ihr regelmäßig mit ihnen zusammen? Beziehen sich dir Kurse nur auf Essen oder gibt es auch Kurse zum Thema Wein und Kaffee?


     Unsere Kochkurse waren von Beginn an eine wesentliche, fundamentale Säule des gesamten Ladenkonzeptes. Sie sind sozusagen der Schmelztiegel, indem sich unsere sorgfältig ausgewählten Produkte und die Verwendung in entsprechenden Rezepten vereinen. Hierbei kocht ihr in Kleingruppen mit Hilfestellung eines/r Kochkursleiter*in ein sorgfältig erarbeitetes Menü und lernt live vor Ort die entscheidenden Tricks vom Profi. Unsere Kochkurslehrer*innen sind alle auf ihrem individuellen Feld absolute Spezialist*innen (und zum Großteil begeisterte Quereinsteiger*innen und selten ‚klassisch‘ ausgebildeten Köche/Köchinnen). Sie brennen, wie wir auch, für bestimmte Themen und haben großen Spaß daran, ihr Wissen direkt an Interessierte und Neugierige wie euch weiterzugeben. Daneben veranstalten wir auch regelmäßig Seminare und Verkostungen zum Thema Wein, Kaffee, Käse und vielen anderen spannenden Themen.

Durch die Pandemie haben viele Menschen wieder vermehrt angefangen, zuhause zu kochen oder zu backen. Leider könnt bzw. konntet ihr eure Kurse nur noch online anbieten. Habt ihr trotzdem eine vermehrte Nachfrage feststellen können?


     Ich denke, für viele ist das Kochen - besonders während der Hochphasen der Pandemie, als die meisten Restaurants und Einzelhändler schließen mussten - ein verstärktes oder sogar völlig neues Hobby geworden. Und dafür sind wir eine verlässliche und kompetente Anlaufstelle. Die Umstrukturierung unserer Kochkurse vor Ort auf das Online-Format war natürlich auch für uns eine große Herausforderung und komplettes Neuland! Letztendlich haben wir damit aber (wenn auch aus der Not heraus) eine komplett neue und besondere Herangehensweise ge- bzw. erfunden, um Freunde, Familien und Firmen aus der ganzen Welt zeitgleich zum heimischen Kochen zu motivieren.

Euer Kaffeesortiment ist, wie euer gesamte Sortiment, sehr bewusst ausgewählt. Ihr habt Kaffees aus den unterschiedlichsten Röstereien. Seid ihr dabei auf Röstereien in Deutschland beschränkt oder schaut ihr euch europa- bzw. weltweit um?


     Unser Angebot an Kaffee, insbesondere Specialty Coffee, hat sich in den letzten Jahren wirklich vervielfacht. Die Leute werden auch bei uns immer experimentierfreudiger, was den Röstgrad die Herkunft und die Zubereitung von Kaffee anbelangt. Wir sehen uns hierbei eher als Vermittler (nicht dogmatische Erzieher*innen) und versuchen die Kund*innen individuell abzuholen und gemeinsam auf die Reise zu gehen. Um das Thema Kaffee ranken sich ja nach wie vor allerhand wilde und verrückte Mythen. Am Ende des Tages ist es unser Ziel, dass unsere Kund*innen und Kaffee glücklich miteinander das Geschäft verlassen (und natürlich bestenfalls regelmäßig zurückkommen!). Egal, ob eher dunkel und kräftig geröstet mit säurearmen Geschmacksprofil oder doch ein knackiger, gewaschener Kenianer, der deutlich heller unterwegs ist und beispielsweise saftige Noten von Ananas und Papaya mit sich bringt. Viele Kaffees in unserem Sortiment kommen nach wie vor aus Berlin, einige aus anderen deutschen Regionen oder auch Skandinavien. Aktuell featuren wir auch regelmäßig kleinere Röstereien, die ab von den urbanen Ballungsräumen seit Jahren exzellente Pionierarbeit leisten. Dieses Bewusstsein wollen wir stärken und verbreiten!


Wir wollen von der einfachen aber komfortablen Tasse Filterkaffee bis zum floralen, dickflüssigen Espresso alles anbieten, was die Community liefern kann.





Was ist euch bei Auswahl von Kaffee neben dem Geschmack am wichtigsten, nach welchen Kriterien entscheidet ihr euch für die jeweiligen Röstereien und deren Kaffees?


     Unser Angebot soll die Vielfalt von Kaffee unterstreichen. Dazu zählen bei uns einige Sorten und Mischungen, die wir ganzjährig und zuverlässig unseren Kund*innen beschaffen. Dazu kommen dann zusätzlich wechselnde, saisonale Spezialitäten, die immer wieder neugierig auf außergewöhnliche und spezielle Anbauregionen und Aufbereitungen machen sollen. Wir wollen von der einfachen aber komfortablen Tasse Filterkaffee bis zum floralen, dickflüssigen Espresso alles anbieten, was die Community liefern kann. Im Regal findet ihr bei uns jedoch ausschließlich Arabica-Varietäten. Letztendlich kommt es natürlich auch auf den Draht zwischen uns und der Rösterei an. Und auch wenn man es nicht oft wahrhaben will: Das Packaging spielt bei so einer Entscheidung auch eine große Rolle und muss ansprechend sein!


Ihr habt auch Kaffee von Neues Schwarz. Wie ist es zu diesem Kontakt gekommen und was schätzt ihr an der Zusammenarbeit?


     Der Kontakt kam vor ein paar Jahren durch einen ehemaligen Kollegen und eure Kaffees haben sich in kürzester Zeit eine große Fanbase bei uns aufgebaut. Zu Recht! Wir wissen eure Professionalität, Zuverlässigkeit und Engagement riesig zu schätzen und freuen uns auf hoffentlich viele weitere Jahre der Zusammenarbeit zwischen Berlin und Dortmund.


Noch eine kleine abschließende Frage, was würdest du sagen, macht deine, bzw. die Arbeit eures Teams so besonders?




     Wir kommen bei Goldhahn und Sampson alle aus so vielen unterschiedlichen Bereichen und Jobfeldern. Das was uns jedoch alle eint, ist die Leidenschaft für ein genussvolles Leben. Jeder trägt mit seiner individuellen Persönlichkeit und dem eigenen Fachwissen zum Gesamterfolg dieses Konzeptes bei. Sei es noch so speziell und ungewöhnlich. Wir haben einen hohen Anspruch an unsere Arbeit und sind immer auf der Suche nach neuen und/oder vergrabenen Schätzen in allen Himmelsrichtungen. Und das hoffentlich auch für die kommenden 15 Jahre!

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Kaffeewissen

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Bevor Grünkaffee exportiert und bei uns geröstet werden kann, erfolgen wichtige Schritte, die alle darauf hinarbeiten, die Kaffeebohnen von der Kaffeekirsche zu trennen. Diese Weiterverarbeitung hat einen erheblichen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees, der schließlich in der Tasse landet. Denn ob es am Schluss zwischen uns und dem Kaffee funkt, entscheidet die Chemie: Die Aromastoffe bilden sich erst im Röster vollständig aus – sie sind es auch, die für den Geruch verantwortlich sind, der während des Röstens entsteht. Dass nicht jede Bohne nach der Röstung gleich schmeckt und die gleichen Aromen enthält, hängt mit ihrer Herkunft, Anbauhöhe und ihrer Aufbereitung zusammen. Dort entscheidet sich, wie hoch die Anteile verschiedener biochemischer Stoffe in den Bohnen sind und welche während des Röstvorgangs miteinander reagieren können.
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Jedes Jahr wird am 8. März der Weltfrauentag gefeiert. Für manche ist es ein ganz normaler Tag, andere wünschten, es wäre auch außerhalb Berlins ein Feiertag, aber für die meisten Frauen ist es  auch 2023 noch ein Tag des Kampfes, der daran erinnern soll, dass es  nach wie vor keine Chancengleichheit aller Geschlechter gibt!

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Jede einzelne Kaffeebohne legt einen langen Weg zurück, bevor sie bei uns ankommt. Unser Röster Tillmann ist im Oktober für drei Wochen nach Kenia gereist. Eines der Ursprungsländer, aus denen wir bei Neues Schwarz unsere Kaffeebohnen beziehen.
Goldhahn & Sampson
B2B Stories

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