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Ein System muss neu gedacht werden: Kaffeeanbau in Brasilien

     Brasilien ist das größte Produktionsland von Arabica Rohkaffee. Unser Röster Tillmann ist dorthin gereist, um mehr über den Anbau zu lernen und den Austausch mit den Produzent:innen zu fördern. Dabei trifft er immer wieder auf ein Thema, das die gesamte Kaffeebranche vor eine Herausforderung stellt.


Die Ankunft 

    Es ist Erntezeit als unser Röster Tillmann im Juli in Brasilien ankommt. Auf den Fazendas, die er dort besucht, gibt es also alle Hände voll zu tun. Im Laufe seiner zweiwöchigen Reise durch Anbaugebiete im südwestlich gelegenen Bundesstaat Minas Gerais trifft er viele Produzent:innen, mit denen wir zusammenarbeiten. In zahlreichen Gesprächen erfährt er, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben, wie sie diese angehen und wo die Lösungen lückenhaft sind. Immer wieder taucht dabei ein Thema auf, das Auslöser zahlreicher Probleme ist.

Der Klimawandel bedroht den Kaffeeanbau, aber auch die Landschaften, durch die Tillmann in Brasilien reist. „Die Größe des Landes spürt man direkt. Wir sind mit dem Auto immer ein paar Stunden bis zum nächsten Ziel gefahren. Als ich angekommen bin, ging es durch Serpentinen und es war dementsprechend hügelig, es gab aber auch viel Wald und grüne Flächen. Durch die Berge hat man überall großartige Ausblicke. Die Landschaft dort sei wunderschön, beschreibt er. Es sei eine sehr intensive Zeit gewesen. Er habe ständig neue Eindrücke gesammelt und jeden Tag neue Menschen kennengelernt. Nach Feierabend hätten sich immer alle versammelt und zusammen gegessen und getrunken, erzählt Tillmann. Auch bei einem Glas Wein am Abend sei Kaffee noch Teil des Gesprächs gewesen.


„Wir können nicht verhindern, dass sich unsere Arbeit verändern wird. Wir können nur zusammen nach Lösungen suchen und müssen offen für neue Methoden sein.“

     Für diesen direkten Austausch sind die Ursprungsreisen sehr wertvoll. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel müssen Röster:innen und Produzent:innen ihre jeweiligen Herausforderungen verstehen: „Wir sind alle ein Teil der Kette und verantwortlich dafür, wie es mit dem Kaffeeanbau weitergeht“, sagt Paulo Afonso de Resende, den Tillmann in seiner zweiten Woche trifft. Paulo Afonso lebt und arbeitet als Kaffeeproduzent auf der Fazenda Santa Clara. Ursprünglich war er als Ingenieur tätig und hat die Fazenda dann vor 30 Jahren gekauft. Er wollte die Familientradition fortführen, denn schon sein Großvater arbeitet mit Kaffee, erzählt er. Mittlerweile ist Paulo Afonso 73 Jahre alt, selbst Großvater und hofft, dass seine Tochter in seine beruflichen Fußstapfen tritt. Sollte sie die Fazenda übernehmen, wird ihre Zukunft als Kaffeeproduzentin jedoch neue Herausforderungen mit sich bringen. „Wir können nicht verhindern, dass sich unsere Arbeit verändern wird. Wir können nur zusammen nach Lösungen suchen und müssen offen für neue Methoden sein.“ 


Technologisierte Ernte 

    In Brasilien ernten fast ausschließlich Maschinen die Kaffeekirschen. Sie schütteln die Pflanzen und fangen die abfallenden Kirschen auf. Die Ernte von Hand ist hier eher unüblich. Zum einen fehlen die Arbeitskräfte, zum anderen ist die maschinelle Ernte schonender für die Kaffeepflanzen, da sie die Blätter und nachkommenden Zweige größtenteils erhält. Bei der Ernte von Hand streifen die Arbeiter:innen über die Äste und beschädigen sie damit. Auch die Größe der Felder spricht für die maschinelle Ernte: „In Brasilien wird Kaffee großflächig kultiviert. "Es gibt kaum Kleinbauern, sondern eigentlich nur unglaublich große Flächen voller Kaffeepflanzen“, erzählt Tillmann.


     Dass der Kaffee in Brasilien hauptsächlich in Monokulturen wächst, die weite Flächen des Landes bedecken, macht das Land – mit rund 30 Prozent Produktionsanteil - zum größten Produzenten von Arabica Rohkaffee. Gleichzeitig ist Kaffee aus diesem Anbau umso mehr vom Klimawandel gefährdet. Denn Monokulturen wirken sich auf das Mikroklima aus, indem sie die Risiken für fluktuierende Temperaturen und trockene Böden erhöhen. Sie beeinflussen also genau die Klimaereignisse, die wiederum den Anbau erschweren. Um sich den neuen Bedingungen anzupassen, arbeiten immer mehr Produzent:innen mit innovativen Maßnahmen, die die Pflanzen vor Extremwetter schützen. Die Dringlichkeit nach neuen Methoden, besser angepassten Varietäten und danach, die Ausmaße des Wandels zu verstehen, machen das Thema zu Tillmanns stetigem Reisebegleiter.



Die Einschätzung der Produzent:innen 

    Paulo Afonso erzählt ihm, dass nicht nur die Sonne und der wenige Regen für die Trockenheit im Boden verantwortlich sind. Winde, die über die Felder ziehen, trocknen die Oberflächen ebenfalls aus. Um die Feuchtigkeit im Boden zu speichern und sie vor dem Wind zu schützen, pflanzen die Farmer:innen Gras zwischen die Kaffeereihen. Außerdem pflanzen sie Bäume an den Rand der Felder, um die Temperaturen dort herunter zu kühlen. „Zwischen den Kaffeepflanzen können sie nicht wachsen, weil wir sonst nicht mehr mit den Maschinen ernten könnten“, sagt Paulo Afonso. Mit ähnlichen Maßnahmen arbeitet auch die Fazenda Samambaia. Sie gehört, wie Santa Clara zu der Kooperative San Coffee, die maßgeblich an der Reiseplanung beteiligt war. Denn San Coffee unterstützt Farmer:innen und stärkt internationale Geschäftsbeziehungen. Auf der Fazenda Samambaia trifft Tillmann die Managerin Daniela Teixeira. Wir arbeiten seit über fünf Jahren mit der Fazenda zusammen und haben regelmäßig Kaffees von ihnen in unserem Sortiment.


     Daniela ist mit ihren 28 Jahren eher eine Ausnahme in ihrer Position. Nicht nur aufgrund ihres jungen Alters, sondern auch, weil meist Männer diese Arbeit übernehmen. Sie hat, wie Paulo Afonso, ebenfalls einen akademischen Hintergrund. Daniela hat Agrarwissenschaften studiert und auf der Fazenda über lange Zeit Nachhaltigkeitsprojekte betreut, bis sie schließlich die Position als Managerin eingenommen hat. Sowohl ihr Netzwerk, das sie durch ihre wissenschaftliche Karriere aufgebaut hat, als auch die Größe der Fazenda ermöglichen verschiedene Kooperationen mit Instituten, die Kaffee aus wissenschaftlicher Perspektive betrachten. „Sie entwickeln zum Beispiel neue Varietäten und schauen, unter welchen Bedingungen sie am besten wachsen. Dabei liegt der Fokus aktuell auf Pflanzen, die gut mit extremen Temperaturschwankungen und Trockenheit klarkommen“, erzählt sie. Daniela und ihr Team können die neu entwickelten Varietäten dann direkt auf ihren Feldern testen.


Brasiliens Rolle als Exportland

     Brasiliens technologisiertes Anbausystem bietet dem Land viele Möglichkeiten, mit dem Klimawandel umzugehen. „Wir können zum Beispiel mit Drohnen über die Felder fliegen und die Pflanzen mit angepasstem Biodünger behandeln. Wir können Bodenproben nehmen und sie analysieren lassen“, sagt Daniela. Das ist zwar auch für Fazendas in Brasilien nicht selbstverständlich, kommt aber öfter vor als in anderen Anbauländern – und es ist eine große Hilfe, da das Wetter immer mehr Probleme macht. Sowohl Daniela als auch Paulo Afonso erzählen Tillmann, dass die Produzent:innen längst mit Dürren und Frost zu kämpfen haben. Regenperioden, die normalerweise zwei Mal innerhalb von sechs Monaten auftreten, bleiben teilweise aus. 2018 dagegen gab es frühzeitig viel Regen, sodass sich die Kirschen eher ausgebildet haben. Die Temperaturen seien 2021 und 2022 zu niedrig gewesen, sagt Paulo Afonso. Dadurch gingen 40 bis 60 Prozent der Ernte verloren. Die Qualität des Kaffees litt ebenfalls darunter. Da Brasilien als Produktionsland im Kaffeemarkt so eine wichtige Rolle spielt, wirken sich qualitativ und quantitativ schlechte Ernten auf die Kaffeebörse aus – und damit indirekt auf die Preise für Spezialitätenkaffee, die sich an der Börse orientieren. Das spüren wir beim Einkauf des Rohkaffees genauso, wie unsere Kund:innen bei ihrem Kaffeekauf.



     Doch das bedeutet nicht, dass die Ernten immer schlechter und die Preise immer teurer werden. Paulo Afonso blickt mit einem vorsichtigen Optimismus in die Zukunft: „Kaffee ist kein Grundnahrungsmittel und im Zweifel keine Priorität der Menschen. Aber das ist ein Risiko, mit dem wir leben müssen. Wir haben schon Krisen in der Vergangenheit bewältigt, dann schaffen wir es dieses Mal auch.“ Gerade im Bereich des Spezialitätenkaffees gibt es ein großes Bewusstsein für die Notwendigkeit, den Anbau auf nachhaltigere Methoden umzustellen. Außerdem sind die höheren Preise, die mit Spezialitätenkaffee erzielt werden können, ein Anreiz für viele Menschen, diesen anzubauen. Deshalb denkt Tillmann, dass die Qualität und Vielfalt von brasilianischem Spezialitätenkaffee sogar zunehmen könnte. Zum Beispiel durch neue Varietäten und den Austausch mit Produzent:innen aus anderen Ländern, die ebenfalls an Lösungen – die für alle zugänglich sind – arbeiten. Sie suchen schon lange Lösungen und haben bereits einige Ansätze gefunden, um die Zukunft des Spezialitätenkaffees sicherer zu machen.


     „Ich habe in der kurzen Zeit viel mitgenommen. Vor allem, wie viel Leidenschaft die Menschen für Kaffee haben. Wenn die Qualität des Kaffees nachlässt, wird trotzdem schnell den Produzent:innen die Schuld dafür gegeben“, sagt Tillmann. Dabei ist die Verantwortung viel weitreichender verteilt. Auch wenn wir als Barista, Röster:innen und Konsument:innen am anderen Ende einer langen Kette stehen, müssen wir unser Bewusstsein für den Zusammenhang von gutem Kaffee und dem Klima immer wieder neu schärfen. Wir haben die Zukunft des Kaffeeanbaus ein Stück weit in der Hand.

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